Wissenschaftstheorie

Grundlegende Beiträge

Theorie, Modell, Formalisierung [PDF, 0.06 MB]
Was ist eine Theorie, was ein Modell und wie hängen beide zusammen? Warum strebt man in der Wissenschaft formalisierte Modelle an? Dieser einführende Beitrag behandelt in knapper, übersichtlicher Form Grundlagenfragen zur Theorie- und Modellbildung.

Können AI-Programme als Theorien betrachtet werden?[PDF, 0.10 MB]
Der Artikel behandelt grundlegende Aspekte von Computermodellen: Was ist ein Computermodell, welche Eigenschaften haben Rechnermodelle, wo liegen die Grenzen, welche Programmiersprachen und Simulationstools gibt es, welchen Nutzen haben sie?

Können AI-Programme als Theorien betrachtet werden?
Ein wissenschaftsphilosophischer Beitrag
[PDF, 0.50 MB]
Eine Vielzahl von Artificial Intelligence (AI) Forschern betrachten erfolgreiche AI-Programme als Theorien über die modellierten Phänomene. Der Beitrag untersucht, inwieweit diese Auffassung gerechtfertigt ist.
Erschienen in:
5. Österreichische Artificial-Intelligence-Tagung
, Igls/Tirol, 28.-31. März 1989: Proceedings. Retti, Johannes; Leidlmair, Karl (Hrsg.) S. 346-358. Berlin u.a.: Springer, 1989

Können KI-Programme als Theorien betrachtet werden? [PDF, 0.10 MB]
Diese Neufassung des oben genannten Beitrags untersucht aus wissenschaftstheoretischer Sicht die Auffassung, wonach ein Computerprogramm direkt eine Theorie ist oder eine Theorie verkörpert. Diese Position ist vor allem in der Simulationsliteratur zur Künstlichen-Intelligenz-(KI-)Forschung verbreitet.


Strukturalistische Theorienkonzeption

Einführung in die Strukturalistische Theorienkonzeption [PDF, 0.66 MB]
Die Strukturalistische Wissenschaftstheorie ist eine Metatheorie über empirische wissenschaftliche
Theorien. Nach der strukturalistischen Interpretation liegt das zentrale Merkmal empirisch-wissenschaftlichen Wissens nicht in der hochkomplexen Struktur oder "Architektonik" dieses Wissens. Der Artikel führt in leicht verständlicher Form in den wissenschaftstheoretischen Strukturalismus ein.

Strukturalistische Theorienkonzeption in den Sozialwissenschaften: das Beispiel der Theorie vom transitiven Graphen [PDF, 1.68 MB]
In dem Artikel wird eine mikro-soziologische Gruppentheorie – die Theorie vom transitiven Graphen - im Lichte der strukturalistischen Metatheorie betrachtet. An dem Beispiel wird der Aufbau einer Theorie aus strukturalistischer Sicht konkret gezeigt.
 Erschienen in:
Zeitschrift für Soziologie, 23(2): 111-128, 1994

Heiders Balancetheorie: Eine strukturalistische Repräsentation und ein Computermodell [PDF, 0.11 MB]
In diesem Beitrag wird die Balancetheorie von Fritz Heider mit dem Apparat der strukturalistischen Wissenschaftstheorie rekonstruiert. Das Ausgangsmodell wird zunächst informell vorgestellt und anschließend seine logische Struktur in einer präzisierten, strukturalistischen Deutung angegeben. Auf Basis der Rekonstruktion wird ein einfaches Computermodell implementiert. 


Fortgeschrittene Themen

Forschungsprogramm und Evolution der Balancetheorien: Eine diachrone Theorienanalyse auf Basis der strukturalistischen Wissenschaftstheorie
[PDF, 2.4 MB]
In dem Beitrag wird die Entwicklung der Gleichgewichtstheorien in der Tradition von Fritz Heider rekonstruiert. Die untersuchte Fragestellung ist, ob die historische Folge von Balancetheorien als Forschungsprogramm bzw. Theorienevolution angesehen werden kann und einen wissenschaftlichen Fortschritt darstellt.
Erschienen in:
Zeitschrift für Sozialpsychologie, 26(3): 194-220, 1995

Theorienreduktion in den Sozialwissenschaften: Eine Fallstudie am Beispiel der Balancetheorien [PDF, 1.40 MB]
In dem Beitrag wird die Rekonstruktion intertheoretischer Relationen auf modelltheoretischer Grundlage propagiert, wie sie im Rahmen der strukturalistischen Theorienkonzeption ausgearbeitet wurde. Dabei wird die Leistungsfähigkeit eines modelltheoretisch basierten Theorienvergleichs an einem sozialwissenschaftlichen Beispiel demonstriert.
Erschienen in:
Journal for General Philosophy of Science
, 29(2): 301-326, 1998

Balance theories: Two reconstructions and the problem of intended applications [PDF, 0.80 MB]
In this paper a reconstruction of two balance-theory-elements is given: The original theory by Fritz Heider, that deals with cognitive entities, and an advanced theory proposed by Holland and Leinhardt (1971), that deals with interpersonal relations. On the basis of these reconstructions, the problems surrounding the empirical applications of balance theories are analyzed. The example demonstrates, that the domain of applications is independent of the theory's core.
Erschienen in:
Poznan studies in the philosophy of the sciences and the humanities (75): 171-187, 2000
 

Klaus Manhart - Last Update: February 2017